Archiv für die Kategorie ‘Blogszene’

Aus|schlafen

Vermutlich fange ich mir von meinen Leserinnen für die nachfolgende Bemerkung seichten Widerspruch ein, während die Leser wahrscheinlich ohne Einschränkungen zustimmen werden: wenn Frauen Langeweile und in diesem Zustand auch noch Ideen haben, kommt nichts Gutes bei raus. Insbesondere Männer, die sich durch ihr pragmatisches Vorgehen und ihre ständige Bereitschaft den Fortbestand ihrer Art zu sichern hervor tun, müssen in solchen Fällen leiden. In diesem konkreten Fall ich – beworfen von einem Stöckchen von Frau Bilse. Ausschlafen – ein Wort, elf Buchstaben:

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Last but not least

Letzte Zigarette?

Die letzte ganze Zigarette hatte ich auf einer Betriebsfeier im Herbst letzten Jahres. Den letzten Zug – ich schnorre nur gelegentlich einen Zug bei Freunden – vor einigen Wochen am Braunschweiger Biker Stammtisch. Genaugenommen rauche ich nicht und habe abgesehen von fünf Wochen spätpubertärer Verwirrung auch nie geraucht.

Letzte Autofahrt?

Samstag abend nach Braunschweig zu einer Doppel-40-Geburtstagsparty, am Sonntag morgen dann zurück.

Sofern sich die Frage auf die letzte Fahrt mit einem Kraftfahrzeug bezieht: Sonntag, tagsüber.

Letzter Kuss?

Vor wenigen Minuten.

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Die Würze der Kürze

Die gute Frau Gutemine hat mir vorsichtig ein Schreibübungs-Stöckchen in den Weg gelegt. Drei Sätze bzw. Satzanfänge sind vorgegeben, die ich zu insgesamt drei Sätzen weiterformulieren sollte. Nicht einfach, in drei Sätzen eine Geschichte zu erzählen, war mein erster Gedanke, unmöglich mein zweiter. Aber es reicht ja, wenn die drei Sätze eine “geführte Anregung” für die Fantasie sind – die Geschichten können dann im Kopf zu Ende geführt werden, dachte ich mir, als ich mal dachte. Damit haben die einzelnen Geschichten zwar unterschiedliche Enden, aber das hat ja auch seinen Reiz. Drei Sätze – drei Stimmungen: nachdenklich, erotisch, provozierend.

1. Der Wagen raste gegen einen Baum. Das Licht der Scheinwerfer starb zuerst, der Fahrer nur wenig später. Dann folgte die Stille – nicht nur dort, am Baum.

2. Die Frau setzte ihren Hut zurecht und drehte sich zu ihrem Mann um, der sie sehnsüchtig vom Bett aus ansah. “Nur mit Hut?”, lächelte sie ihn fragend an. Er grinste, “Ja. Und er darf nicht runterfallen!”

3. Der Mann zündete eine Zigarette an. “Seit wann rauchst du?”, fragte sie. “Seit es verboten ist”, antwortete er.

Geschichten erzählen … da fallen mir doch gleich zwei Meisterinnen der Erzählkunst ein. Und sollte dieses Kompliment nicht reichen: mit dem Stöckchen für Frau Bilse klopfe ich ihr solange auf die Finger, bis sie es annimmt – das Stöckchen für Frau Moggadodde stippe ich in ein Glas Nutella *grins*

Schreibwerkstatt – Januar 2007

konzept Schreibwerkstatt   Januar 2007Warum ich blogge, weiß ich eigentlich immer noch nicht so genau. Ich glaube, dass sich die Gründe im Laufe der Zeit auch etwas verlagert haben. Ein Grund war sicher seit jeher meine Lust zu schreiben, inzwischen dürfte dies auch der Hauptgrund sein. Die Lust am Schreiben ist auch der Grund, warum die im Oktober 2006 von einer von mir sehr geschätzten Bloggerin gegründete Schreibwerkstatt mein Interesse geweckt hat. Drei Monate habe ich zugeschaut, im Januar fielen dann die Finger auf die Tasten.

Abgesehen von den Artikeln, die ich gegen Bezahlung geschrieben habe und über die ich dementsprechend nicht frei verfügen kann, sollte man hier im Blog alles relevante finden, was mir aus den Fingern fiel. Meine Beiträge zur Schreibwerkstatt werde ich jeweils nach den Abstimmungen in der Rubrik Geschichten veröffentlichen, egal wie gut oder schlecht das Ergebnis war. Ich werde vermutlich nicht jeden Monat eine Geschichte schreiben, aber immer dann, wenn ich eine Idee zu dem Anfangssatz habe. Mein erster Beitrag aus dem Januar ist die folgende Geschichte:

Was in der Schreibwerkstatt leider nicht gut klappt ist die kritische Kommentierung der Geschichten. Kommentare vor der Abstimmung werden vermutlich deswegen etwas zaghaft abgegeben, da sie Meinungen beeinflussen und damit auch die Abstimmung. Nach der Abstimmung ist die Bereitschaft zu kritisieren oder zu kommentieren aber auch nicht mehr groß. Falls jemand meine Beiträge hier liest, wäre ich daher für konstruktive Kritik sehr dankbar (bitte direkt unter der Geschichte). Mich interessieren dabei Aspekte wie “wo kommt die Geschichte ins Stocken”, “was ist zu plakativ/monoton geschrieben”, usw.

Slippery (not only) When Wet

slippery when wet Slippery (not only) When WetBlogs kommen, Blogs gehen, das ist wohl der Lauf der Dinge. Nicht alles was kommt ist gut, nicht alles was geht ist wirklich ein Verlust. Ab und zu verschwindet aber ein Blog, dass aus der Masse ragte, nicht war wie die meisten anderen.

Freie Texte einer Frau über Sehnsüchte, Hoffnungen, Stimmungen. Was war Fiktion, was Wahrheit? Hochgradig emotional und mindestens so intelligent, provokant und geschickt geschrieben – anfänglich begleitet von Fotos, die vielen Dreibeinern die Blicke auf die Texte verstellten. Wie schrieb sie selbst in ihrer Sidebar:

Ich schreibe.
Ich spiele.
Mit Worten und Ideen und mit mir selbst.

Eine Nomadin, die weiterzieht. Leider. Mach’s gut Yester.