Letztens stand ich abends in der Schlange beim Burger King im hannoverschen Hauptbahnhof. Die beiden Bedienungen waren etwas überfordert und die Schlangen wurden länger und länger. Während hinter der Theke nichts geschah, was irgendwie die gefühlte Wartezeit verkürzt hätte, boten die sprachlichen Einlagen des Pärchens hinter mir durchaus Kurzweil. Einzelne Wortfetzen, die ohne die sonst üblichen semantischen Strukturen an mein Ohr drangen, weckten automatisch mein Interesse.
“Ich bin Burger King!”
brüllte der dunkelhaarige Typ hinter mir in sein Handy, so dass ich fast geneigt war ihn darauf hinzuweisen, dass bei der digitalen Sprachübertragung auch über größere Entfernungen keine Lautstärkeverluste zu beklagen sind. Offensichtlich war der gewählte Satzbau noch zu komplex, um vom Gesprächspartner verstanden zu werden, er wiederholte jedenfalls – während seine weibliche Begleitung ohne Atempause die Information, dass sie volljährig geworden war, in ihr Handy kicherte und gackerte – seine Informationsübermittlung:
“Ich Burger King!”
Die kürzere Sprachform ist unter Anwendung der simplen Logik, dass eine Filiale nicht sprechen kann, immer noch relativ eindeutig: es handelt sich weiterhin um eine Ortsangabe. Letztendlich war diese Logik auch beim ersten Satz schon nötig, dass ‘bin’ damit offensichtlich unnötig.