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Plain Text Emails in Gmail

Gmail Fixed Plain Text Emails in GmailKommunikation ist vielleicht nicht alles, aber viel – ein Leben ohne wäre vermutlich sehr leer. Die unidirektionale Gesprächsführung, bei der einer spricht oder der andere hofft, dass es aufhört, ist manchmal auch hilfreich. In Fällen, in denen der Sprecher kein Wert auf Feedback legt, sogar problemlos. Dies ist z.B. bei meinem Home Server der Fall, der mir einmal nachts eine Email schickt, aus denen ich erkennen kann, wie es ihm geht und ob die Backupplatte noch lebt.

Soweit, so gut. Diese Emails sind im reinen Textformat, den Aufwand für HTML Formatierungen habe ich mir im bash-Script gespart. Was mich dabei aber schon lange gestört hat war, dass die Emails im Gmail Webinterface mit einer proportionalen Schriftart angezeigt wurden. Einrückungen und Tabellen, die im Textformat mit Leerzeichen “formatiert” werden, sehen damit aus wie Kraut und Rüben.

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Gleiche Maßstäbe?

Wenn ein IT Administrator in fremden Emails stöbert und die Inhalte an Dritte weitergibt, kann ihm fristlos gekündigt werden – aus meiner Sicht auch vollkommen zu Recht. Die technische Möglichkeit, etwas zu tun, ist eine Sache – das dazugehörige verantwortliche und vertrauensvolle Handeln eine andere. Zu behaupten, ihm wäre nicht bewusst gewesen, unrechtmäßig zu handeln, ist ungefähr so glaubwürdig wie ein Berufskraftfahrer, der nach einem Auffahrunfall behauptet, er wüsste nicht, dass man ein Fahrzeug bremsen muss.

Am gleichen Tag stand im gleichen Newsticker eine Mitteilung, dass der Vorstand der CDU-Fraktion in Geldern die Emails von seinen Fraktionsmitgliedern abfängt. Die Fraktionsspitze findet dies laut der Heise News auch ganz in Ordnung: man vergleiche die Emails mit Postkarten, die man ja auch lesen dürfte. Dieses Maß an Unwissenheitheit ist aus meiner Sicht ebenso glaubhaft, wie die fiktive Ausrede des Berufskraftfahrers.

Ich bin gespannt, ob in Geldern mit dem gleichen Maßstab gehandelt wird, wie bei dem IT Administrator. Der erhält übrigens keine Pensionszusage und muss sich nun einen neuen Job suchen.

Ich will den Domain haben …

doteulogo Ich will den Domain haben ...

… sagte ich mir, als ich vor einigen Monaten meinen Nachnamen als .eu-Domäne registrieren wollte. So häufig ist mein Nachname in Deutschland zwar nicht, aber offensichtlich gibt es genug Interessenten. Genau genommen sogar zu viele Interessenten, bei der Beantragung eines .eu-Domains waren auch schon mindestens zwei Hurensöhne internet-interessierte Namensvettern schneller. Tja, wieder nicht der Erste – Frauen mögen das ja gut finden, bei der Registrierung eines Domains ist es hinderlich.

Aber, es gab ja mehrere Wege zum Ziel. Neben der freien Registrierung, die abgesehen von der jährlichen Domaingebühr nichts kostete, gab es noch die zwei Sunrise Phasen. In der zweiten Sunrise Phase konnte man Registrierungen auf der Basis von dem Namensrecht beantragen. Die Randbedingungen des Spiels: man zahlt knapp 130 EUR ein und hofft, dass man der Erste ist, der so blöde ist – weil nur der Erste gewinnt.

Die freudige Nachricht kam am 7. Februar: ausser mir war keiner meiner Namensvettern so bescheuert, den Gegenwert von zwei romantischen Abendessen zu zweit für den Registrierungsantrag auszugeben. Frei nach dem Motto “Wer den ersten Schritt macht, muss auch den zweiten tun” (hat das mal jemand direkt vor einem Abgrund ausprobiert?) folgte dann der Gang zu einem Anwalt. Es reicht nicht, einen Nachnamen zu haben, man muss auch noch einen authorisierten Dritten bitten, diesen Umstand zu bestätigen. Diese Bestätigung umfasste schlappe 40 DIN A Seiten mit Gerichtsurteilen einschließlich einer mehrseitigen eidesstattlichen Erklärung. Zusammen mit dem Porto ging dann noch einmal die gleiche Summe auf die Reise.

Immerhin, es hat geklappt. Ich bin inzwischen um vier romantische Abendessen ärmer – womögliche angenehme Folgeaktivitäten nach dem Essen unberücksichtigt – und dafür stolzer Besitzer eines .eu-Domain mit meinem Nachnamen. Cool. Was mache ich jetzt damit?

Überraschungen zum Valentin Tag

insert cd Überraschungen zum Valentin TagEin interessantes Experiment wurde von der IT Firma “The Training Camp” in London’s Square Mile durchgeführt, dem wirtschaftlichen Zentrum von London, in dem unter anderem auch die weltweit bekannten Finanzunternehmen anwesend sind. Mitarbeiter der IT Firma verteilten CDs an Menschen auf dem Weg zur Arbeit mit dem Hinweis, dass diese ein Werbegeschenk anläßlich des Valentin Tag enthalten würden. Auf der CD war dann aber nichts weiter als ein Programm, dass einen Server der IT Firma kontaktierte um mitzuteilen, dass die CD eingelegt und das Programm gestartet wurde. Interessant ist hierbei, dass die Verpackung explizit darauf hinwies, dass die Installation von Software in den jeweils gültigen Firmen-Richtlinien verboten sein kann.

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Schatz, ich sehe dich …

control eye Schatz, ich sehe dich ...

Die immer weiter zunehmende Speicherung von personenbezogenen Daten bei gleichzeitiger Verfügbarkeit von Auswertungsservices war letztens schon ein Thema hier. Eine ganz neue Option habe ich am Wochenende gefunden. Wer schon immer wissen wollte, wo sich der potentielle, aktuelle oder Ex-Partner gerade herumtreibt aufhält, dem soll geholfen werden.

Dazu schnappt man sich einfach in einem günstigen Moment das Handy des Partners der Zielperson, registriert es bei World Tracker und bestätigt die kurz nach der Registrierung eintreffende SMS, dass das Handy jetzt überwacht wird. Sicherheitshalber sollte man die SMS dann aus dem Eingang löschen, man will ja keine Spuren hinterlassen. Eine praktische Erprobung beschreibt ein Telepolis Artikel. Die Position wird derzeit bis auf die Größe eines Fußballfeldes aufgelöst, die grafische Darstellung erfolgt über Google Earth.

world tracker Schatz, ich sehe dich ...

Die positiven Aspekte liegen für den Überwachenden klar auf der Hand: man weiß, wo sich die Zielperson aufhält; vielleicht weiß auch die Zielperson, dass andere dies wissen – vielleicht auch nicht. Wer sicher am Zielort angekommen ist, kann sich das Telefonat nach Hause sparen – dort weiss man ja bereits, dass man sich noch selbst oder sich zumindest das Handy bewegt. Das spart Kosten, insbesondere im internationalen Umfeld. Zwar schrieb Milan Kundera in seinem Buch Die Identität noch “Keine Liebe überlebt die Sprachlosigkeit“, aber das war 1997 – da war das Internet noch nicht ganz so bekannt.

Paradiesische Zustände für Kontrollfreaks, die dringend einer Therapie bedürfen – die Hölle für Menschen, denen eine Privatsphäre noch etwas bedeutet. Mal schauen, wann die erste gepatchte Firmware kommt, die die (geplanten) Benachrichtigungen des Serviceproviders unterdrückt…