Archiv für die Kategorie ‘Reisen’

Strada delle 52 Gallerie

Strade delle 52 Gallerie

Es gibt Wanderwege und Wanderwege. Ok, das hilft so nicht weiter. Es gibt Wanderwege und Herausforderungen, ja, das ist besser. Die Strada delle 52 Gallerie zähle ich zu der zweiten Gruppe. Auf einer Länge von 6,5 km geht es mit ca. 800 m Höhenunterschied zunächst nach oben – die gleiche Strecke geht es dann auch wieder zurück. Ob das bereits eine Herausforderung ist, hängt von der persönlichen Fitness ab.

Interessant wird der Weg durch seine Wegführung. Auf den 6,5 km werden insgesamt 52 in das Bergmassiv gesprengte Tunnel durchquert. Der längste ist der Tunnel 19 mit 319 m Länge, der sich mit diversen Bögen durch den Berg windet. Ein anderer Tunnel führt spiralförmig nach oben. Als die Italiener 1917 den Weg in die Berge gesprengt haben, um sich vor dem österreichischen Artilleriebeschuss zu schützen, haben sie auf eine künstliche Beleuchtung verzichtet. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Licht gibt es am Ein- und Ausgang sowie in den seltenen Fällen, in denen ein Loch in der Tunnelwand Licht von außen reinlässt.

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Shopping im Berufsverkehr

Rio-StreetShoppingRio, im Taxi auf dem Weg ins Hotel. Vier Spuren gen Süden, vier in nördlicher Richtung, keine leer. Schwüle 29 Grad draussen, gefühlte 18 Grad im Wagen. Ich mag keine Klimaanlagen, hier vielleicht doch. Aus den Lautsprechern schallt Musik aus den 80er Jahren, mit 96 kbps kodierte MP3s.

Autos, die plötzlich die Fahrspur wechseln und dem mit einer Wagenlänge Abstand folgenden Taxi, deren Fahrerin nebenbei munter das Handy bedient, im letzten Augenblick den Blick auf die stehende Schlange frei geben. Moppeds mit Funzellicht hinten und mit ohne Licht vorne, die sich hupend und mit einer Mischung aus Geschick und Furchtlosigkeit durch den Verkehr schwingen. Alle paar Minuten quetscht sich ein laut tönender Notarztwagen durch.

Aber das ist alles nichts im Vergleich zu den mit Taschen behangenen Typen in T-Shirts, die zwischen den Spuren stehen, um kurzzeitige Stillstände im Verkehr zum Verkauf ihrer Waren zu nutzen.

Buschtaxi-Treffen 2009

Buschtaxi mit Aufstelldach (Toyota Landcruiser HZJ78)Mein Interesse an Fernreisemobilen hatte ich ja schon gestanden. Am zweiten September-Wochenende fand in Buseck-Beuern, etwas nordöstlich von Giessen, das jährliche Buschtaxi-Treffen statt. Als Buschtaxi werden die äußerst robusten und zuverlässigen Toyota Landcruiser der „Heavy Duty”-Reihe bezeichnet, wie sie z.B. in Afrika zum Einsatz kommen. Zwar war mir bewusst, dass sich auf dem Buschtaxi-Treffen auch viele Leute rumtreiben, die ihren Toyota Allradler nur in der Sandkuhle am Ortsrand bewegen – einige ausgebaute HZJ78 erwartete ich aber schon.

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Eindrücke von der Abenteuer und Allrad

Ich spiele schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mir irgendwann ein Fernreisemobil zuzulegen. Damit meine ich ein weitgehend autarkes und geländetaugliches Fahrzeug, dass nicht mit Elektronik vollgestopft ist und in der Sahara genauso gut funktioniert wie auf den Hochebenen Nepals. Ein Fahrzeug, das genügend Platz bietet, zwei Schlafplätze im Aufstelldach und mit einem Innenausbau einschließlich Trinkwasseraufbereitung auch Reisen in Länder ermöglicht, deren Infrastruktur weit unterhalb des europäischen Standards liegt. Eine verrückte Idee, die irgendwann wieder verschwindet, dachte ich mal – tut sie bislang aber nicht.

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Adults 12,50 – Mind your head

Zu meinem zweiwöchigen Aufenthalt in Südengland werde ich keinen ausführlichen Reisebericht schreiben. Ich habe mir zu wenig Notizen gemacht und das Schreiben aus den mehr als zwei Wochen alten Erinnerungen ist zu unvollständig, als dass der Bericht genügend Substanz hätte. In diesem Posting fasse ich ein paar generelle Eindrücke sowie einige Skurilitäten zusammen, die mir während der Reise entlang Südenglands Küste aufgefallen sind.

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