Ich freue mich – meistens, nicht immer. Über Dinge, die man selbst erlebt. Zum Beispiel wenn ich an einem Donnerstag abend nach weit mehr als einem Jahrzehnt mit der 750er dem Sonnenuntergang entgegen fähre, beim Erleben sowie bei der Erinnerung an gute Konzerte – aber auch wenn ich sehe, wenn andere sich über etwas freuen. Ich freue mich auch, wenn Fußballfans unbeschwert den Sieg “ihrer” Mannschaft feiern.
Langsam entsteht in diesem unserem Lande aber eine Massenhysterie. Auf Antenne Niedersachsen enthält jeder zweite Satz die Wortkombination “Weltmeister-März”, demnächst wird diese vermutlich durch den “Weltmeister-April” ersetzt. Unsere nationale Bolztruppe hat vor kurzem erst ein Debakel erlebt, aber alle gehen fest von dem Gewinn der Weltmeisterschaft aus. Nun gut, ich habe von dem Ballgetrete eh keine Ahnung. Immerhin kann man durch Umschalten auf Radio 21 nicht nur die Musik verbessern, das dusselige Gelabbere hat auch ein Ende. Fein, Fluchtweg gefunden – da gibt es noch einen.
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