Archiv für den Monat 09.2007

Der Sound einer Megacity

moskau2007 day2 Der Sound einer MegacityDer Stadtverkehr in Moskau ist ein Erlebnis für sich. Einbahnstraßen mit bis zu 10 Spuren, die anderen Straßen haben auch schon mal 14 oder 16 Fahrstreifen. Abgesehen von den Zeiten des Berufsverkehrs, in denen eh alles steht, spielen Tempolimits keine große Rolle. Generell gilt im Stadtbereich Tempo 60. Gefahren wird, wenn der Verkehr es zuläßt, auf den größeren Straßen zwischen 80 und 90 km/h. Ab 100 km/h wird die Polizei tätig, wenn sie tätig werden möchte, was selten der Fall ist. In diesem Jahr waren meine Taxifahrer etwas ruhiger, schneller als 120 km/h war keiner – überholt wurden wir da immer noch.

Hoch interessant waren meine Beobachtungen am Leninsky Prospect, als ich in der Nacht zum Sonntag gegen halb zwei aus der Metrostation kam. Ich ging an der achtspurigen Straße (siehe Bild) entlang und staunte über die gefahrenen Geschwindigkeiten. Vereinzelt waren die Fahrzeuge bereits mit kreischenden Motoren aus einem halben Kilometer Entfernung zu hören. Die Geschwindigkeiten waren mit denen zu vergleichen, die jeder an einem Autobahn-Rastplatz in Deutschland dort erleben kann, wo es keine Geschwindigkeitslimits gibt. Wenn ich tippen müßte, würde ich eine Zahl in dem Bereich von 160 bis 200 nennen – mit Landstraßentempo hatte das schon längst nichts mehr zu tun.

Kurz vor dem Hotel wartete ich eine Ampelphase ab und nahm eine Soundprobe auf. Extremfälle waren da zwar leider nicht dabei, die gefahrenen Geschwindigkeiten kommen aber selbst bei diesem “normalen” Spektrum schon gut rüber:

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Wie gesagt, Stadtverkehr…

Sandunowskaja Banja

sandunowskaja banja Sandunowskaja BanjaHatte ich schon einmal erwähnt, dass ich sehr gerne in eine Sauna gehe? Ah, doch, hatte ich. Über das Erforschen der eigenen Grenzen in der Banja-Sauna des aquaLaatzium hatte ich mich auch schon geäußert. Beim Durchblättern des Moskau-Reiseführers stieß ich auf eine Doppelseite, in der auf die russische Saunakultur eingegangen wird. Die russische Banja ist dort eine Art Allheilmittel für Leib und Seele, der Besuch einer Banja ein Ritual. Ich hatte zwar keine Saunaklamotten dabei, erinnerte mich aber an die VISA-Werbung, in der sich Menschen in Badehose und einem Stück Plastik ihre Wünsche erfüllen – und entgehen lassen wollte ich mir die Gelegenheit nicht.

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Last but not least

Letzte Zigarette?

Die letzte ganze Zigarette hatte ich auf einer Betriebsfeier im Herbst letzten Jahres. Den letzten Zug – ich schnorre nur gelegentlich einen Zug bei Freunden – vor einigen Wochen am Braunschweiger Biker Stammtisch. Genaugenommen rauche ich nicht und habe abgesehen von fünf Wochen spätpubertärer Verwirrung auch nie geraucht.

Letzte Autofahrt?

Samstag abend nach Braunschweig zu einer Doppel-40-Geburtstagsparty, am Sonntag morgen dann zurück.

Sofern sich die Frage auf die letzte Fahrt mit einem Kraftfahrzeug bezieht: Sonntag, tagsüber.

Letzter Kuss?

Vor wenigen Minuten.

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Waffeln mit heißem Apfelkompott und Zimt

eichsfeld1 Waffeln mit heißem Apfelkompott und ZimtÜber das Waffelhaus in der Nähe von Bad Wildungen hatte ich schon einmal berichtet. Ein Kumpel aus dem tolerierten Bundesland weilte mal wieder in Deutschland – meine bayrischen Leser(innen) mögen mir die unter Norddeutschen übliche Frotzelei verzeihen – und hatte neben sich auch seine 600er Bandit mitgebracht. Von dem Waffelhaus hatte er gehört und als es um eine Abschlußtour ging, bevor er sich wieder auf den Weg ins fränkische Bayern macht, wollte er dorthin. Der Gast ist König, das Waffelhaus gesetzt. B. wollte auch mit, C. sowieso. Der Weg zum Waffelhaus führt durch viele Hügel, da wollte S. mit seiner KTM auch gerne mit.

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Leaving Moscow

moskau2007 wetmorning Leaving MoscowAm Sonntag stand die Heimreise an und damit der Abschied von Moskau. Ich war in einer dieser etwas behäbigen Stimmungen, die jeden Abschied melancholischer machen, als er es sonst wäre. Die Fenster des Hotels zu der Hauptstraße boten praktisch keinen Schallschutz, zumal sich ein Fensterseitenteil auch gar nicht richtig schließen ließ, und die Straße diente nachts als Trainingsstrecke für Fahrzeuge aller Art. Den akustischen Rekord hielt ein Motorradfahrer, der bereits von weitem deutlich hörbar seine Gänge durchlud und mit einem Tempo an dem Hotel vorbeischoß, dass ich lieber nicht schätzen mag. Nicht nur ihm hatte ich zu verdanken, dass mir morgens etwas Schlaf fehlte.

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