Archiv für den Monat 04.2012

Plain Text Emails in Gmail

Kommunikation ist vielleicht nicht alles, aber viel – ein Leben ohne wäre vermutlich sehr leer. Die unidirektionale Gesprächsführung, bei der einer spricht oder der andere hofft, dass es aufhört, ist manchmal auch hilfreich. In Fällen, in denen der Sprecher kein Wert auf Feedback legt, sogar problemlos. Dies ist z.B. bei meinem Home Server der Fall, der mir einmal nachts eine Email schickt, aus denen ich erkennen kann, wie es ihm geht und ob die Backupplatte noch lebt.

Soweit, so gut. Diese Emails sind im reinen Textformat, den Aufwand für HTML Formatierungen habe ich mir im bash-Script gespart. Was mich dabei aber schon lange gestört hat war, dass die Emails im Gmail Webinterface mit einer proportionalen Schriftart angezeigt wurden. Einrückungen und Tabellen, die im Textformat mit Leerzeichen “formatiert” werden, sehen damit aus wie Kraut und Rüben.

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Shopping im Berufsverkehr

Rio-StreetShoppingRio, im Taxi auf dem Weg ins Hotel. Vier Spuren gen Süden, vier in nördlicher Richtung, keine leer. Schwüle 29 Grad draussen, gefühlte 18 Grad im Wagen. Ich mag keine Klimaanlagen, hier vielleicht doch. Aus den Lautsprechern schallt Musik aus den 80er Jahren, mit 96 kbps kodierte MP3s.

Autos, die plötzlich die Fahrspur wechseln und dem mit einer Wagenlänge Abstand folgenden Taxi, deren Fahrerin nebenbei munter das Handy bedient, im letzten Augenblick den Blick auf die stehende Schlange frei geben. Moppeds mit Funzellicht hinten und mit ohne Licht vorne, die sich hupend und mit einer Mischung aus Geschick und Furchtlosigkeit durch den Verkehr schwingen. Alle paar Minuten quetscht sich ein laut tönender Notarztwagen durch.

Aber das ist alles nichts im Vergleich zu den mit Taschen behangenen Typen in T-Shirts, die zwischen den Spuren stehen, um kurzzeitige Stillstände im Verkehr zum Verkauf ihrer Waren zu nutzen.