Robbie Williams im Berliner Olympiastadium

Robbie Williams Konzert Berlin Tour 2006Es ist tatsächlich passiert, ich hatte noch Karten für das Robbie Williams Konzert in Berlin gekauft. Aus etwas unerfindlichen Gründen habe ich allerdings Sitzplatzkarten erstanden, obwohl ich mich sonst immer auf das Feld begebe. Ob es ein innerer Unwille war, den kreischenden Teenis auf dem Feld zu entgehen oder der altersbedingt gewünschte Komfort während der Wartezeit, ich weiß es nicht. Verkehrt war es nicht, während des Konzertes hat es teilweise Bindfäden geregnet. Gestanden bzw. getanzt habe ich auch so das gesamte Konzert, dank der Tribünenüberdachung aber im Trockenen. Nachteilig war dafür, dass der Blick auf das rechte Bühnendrittel durch das Technikzelt mittem im Feld versperrt war. Aufgrund der Entfernung hat man aber eh relativ wenig gesehen.

Robbie Williams Konzert Berlin Tour 2006Dafür waren die großzügigen Toilettenanlagen hinter den Tribünen ein klarer Vorteil – auf dem Feld standen nur die blauen Dixie-Kabinen zur Verfügung. Dieser Vorteil war vor allem deswegen sehr auffällig, da man ins Konzert nur Plastikflaschen bis maximal einem halben Liter – dafür beliebig viele – mitbringen durfte und wir somit unsere vier Flaschen á 0,75 Liter vor dem Konzert in zwei Bäuche umgefüllt haben. Diese Art der Betätigung scheinen Männer übrigens deutlich besser zu beherrschen. Ich brauchte runde 5 Minuten und mir ging es danach gut, die Frau an meiner Seite brauchte eine geschlagene Viertelstunde, anschließend war ihr schlecht.

Die Handhabung der Toiletten erinnerte mich übrigens an die Aufteilung des Kleiderschranks: die eine Seite ist für die Frau, die andere teilen sich beide. Wobei ich prinzipiell nichts gegen Frauen auf der Männertoilette habe – wo sie schon da sind, könnten sie einem ja zur Hand gehen… Jedenfalls gab es in der dadurch auch vor der Männertoilette entstehenden Schlange interessante Gespräche über “Unisex-Klos”, wobei die Vorstellungen der wartenden Männer von den Frauen nicht geteilt wurden.

Aber zurück zum Konzert: die erste “Vorgruppe” war Coco, ein DJ, der altbekannte Hits gespielt hat; die zweite Vorgruppe war “Basement Jaxx” – sehr beatlastig, nicht ganz nach meinem Geschmack. Robbie Williams spielte gut eineinhalb Stunden, anschließend gab es eine Zugabe von einer knappen halben Stunde. Warum der Mann soviel Geld bekommt, weiß ich nicht, viele Songs wurden stimmlich von den zig-zehntausend Zuschauern getragen. Zwei Stunden Party-Stimmung – man sollte viel häufiger auf Konzerte gehen.

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4 Kommentare zum Artikel “Robbie Williams im Berliner Olympiastadium”

  1. Hallo ! Kannst du mir sagen, um wieviel Uhr Robbie losgelegt hat ? Danke, Ted

    • Laut Planung sollte er um 20:30 Uhr beginnen. Ich habe nicht auf die Uhr geschaut, aber es war vielleicht eine Viertelstunde später, als er auf die Bühne kam. Der letzte Bühnenarbeiter verschwand um ca. 20:40 Uhr, dann fingen (gänsehauterzeugende) La-Ola-Wellen im Stadium an, einige Minuten später ging es los.

  2. War gestern am Hockenheimring zum RW-Konzert. Stand ganz vorn in der ersten Reihe und kann nur sagen, dass muss man einfach mal gemacht haben. Wollten auch erst Tribünenkarten kaufen, bekamen aber nur Innerraum. Und wenn schon Innenraum, dann schon ganz vorn. Es war einfach grandios. Ich glaub nicht, dass diese Stimmung auch auf den Tribünen war.

    • Die Stimmung war vorne mit Sicherheit noch besser. Ich stand bzw. tanzte zwar auch während des gesamten Konzerts, man sah aber auch viele Leute, die während des Konzerts gesessen haben (Wie machen die das? Ohrenstöpsel? Am Sitz angekettet?).

      Üblicherweise stehe ich auch immer im Innenraum, diesmal haben uns praktische Erwägungen auf die Tribune gebracht. Wie früh warst du da, wenn du in der ersten Reihe warst?

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