Die Frage nach dem Kennwort

Frag einen 12 jährigen, schizophrenen Sonderschüler, der seit mehr als drei Monaten im Internet surft, was ein seriöser Hotline-Mitarbeiter nie tun wird und egal welche Identität gerade präsent ist, wird er in der Regel sagen “der fragt nie nach deinem Kennwort”. Entweder braucht er dein Kennwort nicht, weil er administrativen Zugang hat, oder er kann dir sowieso nicht helfen. Dachte ich zumindest bislang.

In der Schweiz behauptete der T-Mobile Login für den WLAN Hotspot mal wieder, dass es zu viele offene Sessions mit diesem Login gäbe. Das kommt ein bis zweimal im Jahr vor. Bislang reichte ein kurzer Anruf bei der T-Online Hotline und kurze Zeit später war diese “Datenbank-Irritation” wieder Geschichte. Diesmal führte der Anruf um 22:30 Uhr ins Nirwana, immerhin nahm am nächsten Tag jemand ab. Ich schilderte ihm mein Problem, er fragte nach meinem Zugangskennwort.

Meine Ö?ußerung, dass es mich etwas befremdlich stimmt, wenn ich nach meinen Zugangsdaten gefragt werde, wurde als nicht relevant angesehen. Meinen Hinweis, dass seine Vorgänger unter der gleichen Nummer auch ohne meine Zugangsdaten auskamen, schob er in das Reich der Fiktion. Ohne mein Kennwort könnte er mir nicht helfen, da er sich dann nicht in meinem Namen anmelden könnte. In diesem Punkt behielt er auch Recht: ich nannte ihm mein Zugangskennwort nicht, er half mir nicht – ein fairer Deal. Etwas später klappte es auch so wieder.

3 Kommentare zum Artikel “Die Frage nach dem Kennwort”

  1. Klingt für mich fast ein wenig nach Aprilscherz oder outsourcing.
    “Ein Mitarbeiter von T-Mobile wird sie niemals nach Ihrem Passwort fragen!”
    Zumindest theoretisch…

  2. Dies gehört definitiv wieder einmal in die Kategorie “Spass mit der Telekom” :D

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