A Thursday evening in London

London, Paddington stationNach zwei Tagen Schweiz hieß es dann am Donnerstag abend endlich “mal wieder in London” – so häufig ist man da ja nicht. Viel Zeit hatte ich nicht, am nächsten Tag wartete Arbeit, aber nicht viel heißt ja nicht keine. Das Hotel am Kensington Garden Square war schnell gefunden und für den – für London – sehr günstigen Preis durchaus ok. Der Vorschlag des Reisebüros, über die die Firma die Hotels bucht, wäre sicher komfortabler gewesen – aber die dritte, privat angehängte Nacht geht auf meine Rechnung und 280 EUR fand ich dann doch “etwas” happig.

Von aussen ist das Phoenix Hotel ein schöner alter Bau, innen ist es ein alter Bau. Die Zimmer sind klein, eng und sauber – für die Übernachtungen vollkommen ausreichend und lange aufhalten wollte ich mich im Zimmer eh nicht. Der Stromadapter für die UK Steckdosen lag gut plaziert in meinem Arbeitszimmer zu Hause, ein kleiner Schnickschnack Laden in der Nähe der Bayswater Station hatte diese Dinger aber auch vorrätig. Dank public WLAN im gesamten Hotel waren die Firmen-Email schnell bearbeitet – kaum war es richtig dunkel, lief ich schon durch Londons Straßen.

Nach einem kurzen Abstecher zu King’s Cross, um die Bahnzeiten für den nächsten Tag auszukundschaften, fuhr ich raus zur Farrington Station und peilte das Smiths in der Charterhouse Street an. Im Erdgeschoß befindet sich eine normale Bar, im 1. OG eine Cocktailbar, im 2. OG ein Restaurant. Hunger hatte ich schon, ein paar Kilo zuviel um den Bauchnabel derzeit auch. Die Cocktailbar schien ein guter Kompromiß, unten war es sehr laut, sehr dunkel und sehr voll (gut, leiser war es im 1. OG auch nicht wirklich).

London, Paddington station, UndergroundDie Cocktailkarte war relativ kurz, vor allem fehlte etwas alkoholfreies. Der Barmann fragte mich nach meinen Vorlieben – um Mißverständnisse auszuräumen: hinsichtlich Cocktails – und mixte mir etwas individuelles zurecht. Ich weiß nicht, ob dies seinem Abschmeckritual zu verdanken ist – Strohhalm reinstecken, oben zuhalten, rausziehen, unten ablecken, Strohhalm entsorgen – oder selbiges nur Show ist, der Cocktail schmeckte jedenfalls sehr gut. Der Laden gefiel mir, dass Publikum war gemischt, im Durchschnitt vermutlich zwischen 25 und 30.

Direkt neben dem Smiths ist das fabric, das auch auf meiner Liste stand, am Donnerstag aber leider zu hatte. Zu Fuß ging es dann zum Dust, das nur wenige Hundert Meter entfernt in der Clerkenwell Road liegt. Die Bar bietet ein cooles Industrial-Design in blau-rotem Licht. Ein DJ legte durchaus tanzbare Musik auf, während auf einer großen Leinwand seitlich der Tanzfläche ein asiatischer Comic lief. Die Tanzfläche war zunächst leer, kurz vor Mitternacht fingen dann die ersten an, sie zu nutzen. Ich hatte kurz überlegt, ob ich mich auch dorthin bewege, habe dies angesichts des unbarmherzigen Weckers am nächsten Morgen aber verworfen. Die Bar hat bis 4 Uhr morgen auf – wer weiß, wann ich wieder im Hotel gewesen wäre.

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6 Kommentare zum Artikel “A Thursday evening in London”

  1. Oh meine Götter….Mir wird schwindlig von deinem Tempo: Da warst du eben noch am Meer, dann in der CH und jetzt in London ?
    Frau Wintermond lebt in tiefster Provinz und ein Höhenflug ist bereits der Wechsel von einem Kanton in den anderen…Tja, der pure Neid ;-) meinerseits.

    • Naja… das Meer war privat und freiwillig, der Preis für CH und London ist (indirekt) hoch – kein Grund für Neid ;-). Wobei das London-Wochenende natürlich seinen Reiz hat.

      Ansonsten kann ich nur sagen, dass meine Schweizer Kollegen ständig die Vielfalt der Schweiz (Berge und See direkt beieinander) immer wieder herausstellen – du lebst also schon im Paradies. Was willst du noch? ;-)

  2. London ist einfach nur klasse, für einen Kurztrip. Länger dort wohnen möchte ich dort allerding nicht.
    Auch wenn es viel zu sehen und viel zu erleben gibt.

    Nur zur Zeiten der Terrorwarnungen sollte man besser zu Hause bleiben. *grrr*
    Sonst kann auch der Billig-Flug mal ganz schnell teuer werden.

    Du kommst wirklich viel rum dieser Tage. Fein. ;>

    • Tja… solange das Auswärtige Amt London nicht als gefährlich einstuft, kann man sich vor den dienstlichen Reisen schlecht wehren ;-)

    • Wer wehrt sich schon gegen Dienstreisen zu Metropolen? ;>

      (Off topic: Wie kann man eigentlich bei dir Rechtschreibfehler im nach hinein berichtigen? Das ist ja peinlich!)

    • Gut, ich meinte ja auch so mehr theoretischer Art. Nach Bagdad und einigen anderen Städten würde ich derzeit aber nicht reisen wollen. Alles hat seine Grenzen…

      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten .. ;-)

      Ändern kannst du die Kommentare nur, wenn du dich vorher mit einem Account am Blog anmeldest und sie dann schreibst. Bei Interesse: email an mich :-)

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