Half a Sunday in London

london2006 bigben Half a Sunday in LondonSonntag war mein letzter Tag in London, eigentlich auch nur ein halber – am späten Nachmittag wartete mein Flieger bzw. genau genommen würde er nicht warten, ich mußte also pünktlich da sein. Die Idee, ein zweites Mal um den Hyde Park zu laufen, verwarf ich nach Kenntnisnahme des tauben Gefühls in den Beinen. Nach einem ausgiebigen Frühstück – diesmal hatte ich nicht den Tisch 7 – fuhr ich mit der Underground zu Embankment Station, um dann zu Fuß über den Trafalgar Square bis zu dem House of Parliament zu laufen: einmal kurz einen Blick auf den Big Ben und den Jewel Tower werfen. Eigentlich wollte ich auch noch im Kreuzgang des Westminster Abbey einen Kaffee schlürfen (Tipp aus dem Reiseführer), leider ist das Gebäude Sonntags für Touristen geschlossen.

london2006 piccadilly Half a Sunday in LondonDie nächste Station war Green Park. Wie auch im Hyde Park gibt es dort zahlreiche Strandstühle, von denen ich erst einmal einen freien ergatterte. Wie ich beim Lesen des Reiseführers feststellte, befindet sich im südlichen Bereich des Parks der Buckingham Palast – jetzt wurde mir auch klar, warum so viele Menschen in diese Richtung liefen. Ich habe es mit dem Personenkult nicht so, mit den begleitenden Gemäuern auch nicht. Ich habe mir die paar Hundert Meter Gang gespart, habe noch ein wenig die Sonne in halbliegender Haltung genossen und mir überlegt, wie ich den London Besuch abschliessen sollte. Ausserdem habe ich mir überlegt, wieviele Menschen bereits im Green Park waren und noch nicht den Buckingham Palast gesehen haben.

london2006 lastlunch Half a Sunday in LondonVom Flair her hätte es mich nach Notting Hill gezogen, in die Portobello Road – diese Idee verwarf ich aber wieder. Ich hatte die Befürchtung, dass mir das nächtliche Bild der Straße, das mit den Lichtern einen traumhaften Anblick bot, von der Tristesse des grellen Tageslichts zerstört werden würde. Daher fuhr ich ein letztes Mal nach Soho, um zunächst die Photographer’s Gallery zu besichtigen und anschließend einen letzten englischen Lunch einzunehmen.

Die Photographer´s Gallery war leider gerade im Umbau und davon unabhängig deutlich kleiner als erwartet – sie dürfte in etwa der Größe einer drei Zimmer Wohnung entsprechen. Da sie häufig erwähnt wird, müssen die Ausstellungen, die dort sind, anscheinend sehr interessant sein. Den (vorerst) letzten englischen Lunch habe ich im Cafe Boheme genossen – einen standesgemäßen Burger mit Cola (keine Widersprüche, ich stelle mir das einfach als standesgemäß vor).

Auf dem Flughafen Heathrow gab es dann auch noch eine Erkenntnis. Beim Sicherheitscheck mußte man diesmal die Schuhe ausziehen und auf das Förderband legen. Das kannte ich bislang nur von meinem letztjährigen Flug von Prag nach Moskau und auf dem Weg zurück. Das Handgepäck wurde später noch direkt am Gate genau inspiziert – die Kontrollen in London wurden im Vergleich zu früheren Flügen tatsächlich spürbar verschärft – auf dem Hinflug von Zürich war dies nicht der Fall.

Wer sich für weitere Eindrücke von London interessiert, im Foto Album habe ich eine Auswahl an Bildern abgelegt.

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