Über die Mecklenburgische Seenplatte bis Berlin
Die hier beschriebene Tour beginnt im Raum Braunschweig und führt mit einem Umweg durch die Mecklenburgische Seenplatte nach Berlin. Aufgrund der Länge (rund 720 Kilometer) ist sie so ausgelegt, dass man in Berlin genüßlich speist und am späten Abend über die Autobahn zurückkehrt. Die Eindrücke von der Tour sind in einem Blog-Posting beschrieben. Dieser Artikel enthält die detailierte Routenbeschreibung mit den eingeflossenen Erfahrungen, d.h. so, wie ich sie beim nächsten Mal fahren würde. Alternative Abschnitte sind in dunkler Farbe gehalten.
Von Braunschweig bis Arendsee
- Braunschweig -> A2
- Kreuz WOB/Königslutter -> A39
- Weyhausen -> B248
- Ehra-Lessien
- Brome
- Sienau
- Kricheldorf
- Salzwedel -> B190
- Arendsee
Wenn man in ein Gebiet möchte, das weiter weg liegt, sollte man sich nicht zu lange mit der Anfahrt aufhalten. Dieser Grundsatz stand für die Streckenführung des ersten Abschnitts Pate. Von Braunschweig aus geht es über die A2 und A39 an Wolfsburg vorbei und dann auf die B248 in Richtung Ehra. Über Brome und Rohrberg gelangt man so bis Salzwedel. Dort wechselt man auf die B190 und kommt so zu Ahrendsee. Ahrendsee ist ein Luftkurort, die Gastronomie scheint sich aber – nach meinen zaghaften Blicken – eher auf ältere Mitglieder unserer Gesellschaft eingestimmt zu haben. Ein Cafe mit lebensbejahender Atmosphäre habe ich noch nicht entdeckt.
B248 klingt nicht nur nach Bundesstraße, es ist auch eine. Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesstraßen ist sie aber zumindest am Wochenende wenig befahren, weiterhin haben die Väter der Straße nicht nur mit dem Lineal gearbeitet. Es gibt sicher schönere und kurvigere Strecken, aus meiner Sicht läßt es sich auf der B248 aber ganz passabel rollen.
Von Arendsee bis Wittstock
- Arendsee
- Leppin
- Tannenkrug
- Voßhof
- Wittenberge
- Breese
- Kuhblank
- Haaren
- Kletzke
- Garz
- Lindenberg
- Vettin
- Kehrberg
- Schönebeck
- Kolrep
- Dahlhausen
- Blumenthal
- Blandikow
- Wittstock
Von Ahrendsee aus bevorzuge ich die Weiterfahrt auf der B190 bis zur B189 kurz vor Seehausen, über die B189 fahre ich dann bis Wittenberge. Die B190 läßt sich ganz passabel fahren, die B189 ist eher langweilig (und stärker befahren). Bei dem Schild Wittenberge-Zentrum verläßt man die B189 und fährt in Richtung Zentrum.
Alternativ: wer sich die Stoßdämpferteststrecke zwischen Ahrendsee und Bömenzien antut, wird dafür zwischen Bömenzien und Vielbaum mit einer schön zu fahrenden Strecke belohnt (einige schöne, flott fahrbare Kurven). Am Ende gelangt man etwas über der Kreuzung der B190 mit der B189 auf die B189, diese Variante ist auf jeden Fall länger und zeitaufwendiger.
Anschließend hält man sich auf der Straße in Richtung Bad Wilsnack. Wer noch nicht gefrühstückt hat, findet im Ort am Kreisel eine Einbahnstraße mit zahlreichen Geschäften, die in nördlicher Richtung vom Kreisel abzweigt. Auf der rechten Seite befindet sich das Cafe Mukefuk. Uneingeschränkt empfehlen kann ich es nicht, schlecht ist es aber auch nicht. Für knapp 5 EUR gibt es ein Frühstück mit zwei Brötchen, einem Ei und einer Tasse Kaffee – wahlweise mit Honig und Marmelade oder Wurst und Käse. Kein Vergleich mit dem Frühstück z.B. im Double You in Salzgitter-Bad, dass für weniger Geld deutlich mehr bietet.
Von Wittenberge geht es weiter in Richtung Osten. Zwischen Wittenberg und Breese führt eine Brücke in einer Kurve über die Bahngleise. Auf der Brücke befinden sich ein paar Metallschienen, bei nassem Wetter sollte man hier mit kleinen Rutschern am Hinterrad rechnen. Man hält sich auf der Straße durch Breese und passiert Groß Breese und Kuhblank. Zwischen Kuhblank und Kein Lüben kommt man an eine Abzweigung in Richtung Perleberg, bei der man links abbiegt (prinzipiell kann man auch südlich über Gross Lüben und Bad Wilsnack fahren, die nördliche Route ist aber schöner).
Wenn man die nördliche Route nimmt, kommt man nach kurzer Zeit wieder eine Abzweigung, an der man rechts in Richtung Bad Wilsnack abbiegt. Hinter Karthan biegt man an der zweiten Abzweigung links in Richtung Kletzke ab. Direkt hinter Kletzke erreicht man die B5, auf die man kurz rechts in Richtung Kyritz abbiegt. Die nächsten 25 Kilometer bis Kyritz sind nicht sonderlich spannend, darum empfehle ich sie auch nicht.
Kurz nachdem man hinter Kletztke auf die B5 gefahren ist, biegt man nördlich auf die B107 in Richtung Garz/Pritzwalk ab. Am Ortseingang von Garz biegt man rechts ab in Richtung Lindenberg und dann weiter über Kehrberg in Richtung Schönebeck auf die B103. Der B103 folgt man einige Kilometer südöstlich und biegt dann bei Kolrep links ab. Über Blumenthal, Blandikow und Papenbruch kommt man nach Wittstock. Dort gibt es im Zentrum einen Marktplatz und einige Lokale.
Von Wittstock bis Marienwerder
- Wittstock
- Flecken Zechlin
- Rheinsberg
- Zechlinerhütte
- Wustrow
- Strasen
- Priepert
- Godendorf
- Dabelow
- Lychen
- Boitzenburg
- Wichmannsdorf
- Haßleben
- Gerswalde
- Kaakstedt
- Suckow
- Stegelitz
- Ringenwalde
- Friedrichswalde
- Joachimsthal
- Elsenau
- Marienwerder
- Ruhlsdorf
- Prenden
- Lanke
- Ladeburg
- Bernau
- Schwanebeck
- Lindenberg
- Berlin
Freunde von kurvigen, ebenen Strecken werden jetzt auf ihre Kosten kommen. Von gepflasterten Ortsdurchfahrten und einigen wenigen, holprigen Strecken ist die Fahrt durch die Mecklenburgische Seenplatte sehr schön – sowohl hinsichtlich des Fahrens als auch in Bezug auf die Landschaft. Aus Wittstock folgt man der Ausschildung nach Rheinsberg und kommt so an Babitz vorbei.
Von Babitz aus führt eine meistens gut asphaltierte Straße quer durch die Landschaft über Schweinrich bis Fleckenzechlin. Man bleibt auf der Straße und folgt ihr bis Rheinsberg. In Rheinsberg folgt man der Ausschildung nach Wesenberg und gelangt auf eine sehr gut asphaltierte Straße, die sich in nördlicher Richtung an einigen Seen entlangschlängelt. In Zechlinerhütte kann man an einer Stelle direkt zu einem See runterfahren. Wer etwas entspannen will, findet hier auch eine Sitzbank – wer Hunger oder Durst hat, auch genügend Lokale.
Von Zechlinerhütte geht es weiter in Richtung Norden. Kurz vor Wustrow biegt man rechts in Richtung Strasen ab. Nach einem eckligen Pflasterstück wird die Straße wieder besser und man folgt der Beschilderung bis Priepert. Am Ortsende von Priepert biegt man links ab in Richtung Düsterförde. Es folgt eine sehr schmale, leider speziell anfangs auch sehr huckelige Straße quer durch ein Waldgebiet. Die Straße endet kurz hinter einem Bahnübergang an der B96.
Hier hat man jetzt die Qual der Wahl: mit vielen Kurven quer durch die Seenlandschaft oder auf der gut ausgebauten Bundesstraße bis Lychen. Blöde Frage? Nicht ganz. Der Weg durch die Seenlandschaft führt zumindestens anfangs über einen rund zwei Kilometer langen Schotterweg. Der Untergrund ist, sofern es nicht gerade geregnet hatte, fest – der Weg hat aber zahlreiche Schlaglöcher. Man braucht keine Enduro, ich bin ihn mit einer Suzuki GSX750F gefahren, die nicht gerade für Gelände ausgelegt wurde. Grundsätzlich sollte man ihn aber mit jeder Maschine bewerkstelligen können. Ich beschreibe zunächst den Weg durch die Seenlandschaft.
Direkt an der Einmündung in die B96 beginnt auf der Gegenseite der Schotterweg. Nach rund zwei Kilometern kommt man nach Godendorfer Schneidemühle, einem kleinen Ort. Ab hier ist der Weg geteert (alternativ kann man auch über Waldwege fahren, die für den Straßenverkehr zugelassen sind). Über Dabelow und Retzow folgt man der schmalen und schön zu fahrenden Strecke bis Lychen. Am Ende der Strecke liegt kurz vor Lychen rechter Hand ein Rastplatz an einem See.
Wer sich den Schotterweg nicht zutraut, kann an der Einmündung auf die B96 rechts in Richtung Fürstenberg abbiegen. In Fürstenberg biegt man dann links ab in Richtung Lychen.
In Lychen hält man sich östlich – wer von Retzow kommt, biegt nach links auf die Haupstraße. Wer etwas Verpflegung benötigt, findet nach kurzer Strecke linker Hand einen Plus-Markt und eine Bäckerei. Es folgt eine Abzweigung, an der man links in Richtung Prenzlau abbiegt. Die Strecke über Marienheim, Brüsenwalde und Hardenbeck ist schöner zu fahren, als es auf der Karte zunächst scheint. Nach zahlreichen, flott fahrbaren Kurven kommt man dann in Boitzenburg an.
In Boitzenburg biegt man rechts in Richtung Gerswalde ab und fährt dann weiter über Kaakstedt und Suckow. Hinter Suckow biegt man rechts ab in Richtung Flieth-Stegelitz, hinter Temmen links ab in Richtung Joachimsthal.
Alternativ: In Boitzenburg biegt man rechts in Richtung Gerswalde ab und am Ortsausgang wieder rechts in Richtung Templin. Kurz vor Templin kommt man auf die B109, auf die man nach rechts einbiegt. Man fährt durch Templin fast durch und biegt kurz vor dem Ortsende links in Richtung Vietmannsdorf ab. Auf dieser Straße fährt man dann bis Gollin. In Gollin hält man sich links in Richtung Milmersdorf, dort biegt man rechts ab in Richtung Joachimsthal.
In Joachimsthal fährt man rechts auf die B198, die über Elsenau und Eichhorst auf die B167 führt. Dort biegt man rechts in Richtung Liebenwalde ab und fährt nach wenigen Kilometern links in Marienwerder rein. Hier folgt man der Beschilderung über Ruhlsdorf, Prenden, Lanke und Ladeburg bis Bernau. Von Bernau aus geht es über die B2 bis Berlin.
Von Berlin bis Braunschweig
Die Rückfahrt ist sehr einfach und auch ohne Karte problemlos zu bewerkstelligen. Man fährt vom Hackschen Markt über die Spandauerstraße zurück zur Karl-Liebknechtstraße und biegt nachts rechts auf diese ein. Man folgt der Straße bis kurz vor das Brandeburger Tor und hält sich an der T-Kreuzung rechts. Direkt danach fährt man zweimal links und an dem großen Kreisel vor dem Brandenburger Tor die erste rechts. Man befindet sich jetzt auf der Straße des 17. Juni. Dieser folgt man, bis man die Ausschilderung zur A100 sieht. Auf die A100 fährt man in Richtung Süden.
Nun folgt man der Ausschilderung in Richtung Magdeburg. Von der A100 geht es auf auf die A115 über die AVUS. Von der A115 geht es kurz auf die A10, die dann in die A2 in Richtung Braunschweig/Hannover übergeht.

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Wie machts du das. Sehr gut beschrieben.
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Ähm… Karte neben die Tastatur legen und die Strecke anhand der Erinnerungen beschreiben :-)