Artikel mit dem Tag ‘Film’

Zeiten des Aufruhrs

revolutionary road Zeiten des AufruhrsIn letzter Zeit stolperte ich häufiger über Kritiken zu dem Film Zeiten des Aufruhrs. Die Kritiken weckten mein Interesse; die Geschichte um den Versuch, aus der amerikanischen Kleinbürgerlichkeit auszubrechen, hörte sich ebenfalls interessant an. Am letzten Freitag saß ich im Braunschweiger Cinemaxx.

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Taking over

dvd rack Taking overThis is the first time I take over a so called ‘Stöckchen’ without get it thrown. It’s related to movies and since I still like movies from time to time – after a time I partly lived for them – I take the chance. The questions are in english so my answers, too. For the same reason the movies are linked with the international IMDB instead of the german OFDB. If you try to search the OFDB, please make sure you are searching for the original title, not the german one.

Ok, let’s go:

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Casino Royale in der Spätvorstellung

casino royale Casino Royale in der SpätvorstellungDank einer recht brauchbaren Heimkino-Anlage, in der grundsätzlich nur noch ein Beamer fehlt (und dafür fehlt wiederrum das Geld), bin ich relativ selten im Kino. Freitag nacht war es aber wieder einmal soweit – wir waren in der Spätvorstellung des neuen Bond ‘Casino Royale’ im Braunschweiger Cinemaxx. Auffällig für den Freitag abend vor Weihnachten: die Stadt war relativ leer, kein Vergleich mit anderen Freitagen. Im Cinemaxx waren bis auf die Kasse an der Information alle anderen zu, das Cinemaxx wirkte fast wie ausgestorben. Angesichts eines “Normalpreises” von 10,20 EUR (Loge) kam ich etwas ins Stutzen – mir lag die Frage, ob da ein Blowjob inbegriffen ist auf der Zunge – um irritierende Blicke der Frau an meiner Seite zu vermeiden, habe ich mir die Frage aber geschenkt.

Laut der Website sollte der Film um 22:30 Uhr beginnen, laut dem Flyer in der Cocktailbar, aus der wir kamen, um 22:45 Uhr. Gegen 23 Uhr kam dann jemand in den Saal, entschuldigte sich für die Verspätung und meinte, sie würden jetzt den Film einlegen, dafür ohne Werbung. Werbung gab es dann trotzdem, allerdings zugegebenmassen sehr kompakt. Gegen halb-zwei war der Spass zu Ende, dass etwas verwaschene Bild wurde durch einen etwas verwaschenen Abspann ersetzt und ich konnte mich den (guten) Kritiken anschliessen.

Wer bislang in einen Bond geht, bekam keinen Tiefgang, dafür humorvolle Action genannt. Der neue Bond ist etwas anders. Er ist härter, emotionsloser – ein Killertyp, dessen Gefühlskälte sich nicht sehr viel von der seiner Kontrahenten unterscheidet. Sein Humor ist spitzer, sarkastischer, für das ausgiebige Vernaschen von hübschen Frauen hat er weniger Muße. Die Story ist deutlich realistischer als bisherige Bonds, die Darstellung deutlich brutaler. Wer auf “softe Action” steht, wird sich damit vielleicht nicht anfreunden können, mir hat der Bond im “Kostüm der Neuzeit” gefallen.

Noir Empfehlung: Sin City

sincity scene Noir Empfehlung: Sin City

Mein Motto ist “love the dark”, zumindest wenn es um Buch und Film geht. Je düsterer, je hoffnungsloser, desto besser – Fantasie ist etwas Feines, die Nähe zur Realität hat auch seinen Charme. Die ersten Reviews der Comic-Verfilmung Sin City liessen daher auch gleich symbolisch das Wasser in meinem Geiste zusammen laufen. In der beschafften US Ausgabe der DVD war als Bonus der Comic in Buchform dabei, sozusagen als aufmunternde Einschlaflektüre für schöne Träume.

Welch ein Traum, welch ein Vergnügen. Was kann man gegen eine Geschichte sagen, die mit der folgender Szenenbeschreibung beginnt:

The night is hot as hell. Everything sticks.
It’s a lousy room in a lousy part of a lousy town.
The air conditioner’s a clanking piece of junk that couldn’t keep a drink cool if you sat it right on top of it.

I’m starring at a goddess. She’s telling me she wants me.
She sounds like she means it.
I’m not going to waste one more second wondering how it is i’ve gotten so lucky.
She smells like angels ought to smell.

Der Film ist aus meiner Sicht ein Kunstwerk, die Top 10 Liste ist bereits korrigiert. Andere sind gleicher Ansicht, trotz stellenweise anzutreffender “subjektiver Wahrnehmungsfallen” (den Begriff muß ich mir übrigens merken).