Frisch aus dem Kino zu Hause angekommen und gleich noch den Filmsong zu Das Wilde Leben gekauft: Summer Wine. Nicht immer ist die Neuauflage eines Songs besser als das Original, selten wurde in meinen Augen das Original derart distanziert, wie in diesem Fall. Wer es auch gerne mit einem Video unterlegt mag: die Attraktivität eines Ville Valo vermag ich nicht zu beurteilen, Natalia Avelon würden die wenigsten Männer von der Bettkante schubsen – die Bilder aus dem Film runden das Ganze ab und machen das Video zu einem der besten, die ich kenne.
Von dem Film war ich sehr positiv überrascht. Die Kombination von Uschi Obermaier mit einem FSK12 Film ließ mich zunächst errschrecken, letztendlich zog mich das grundsätzliche Interesse an dem damaligen Zeitgeschehen und der vom bürgerlichen Standard abweichenden Lebensphilosophie ins Kino. Für einen FSK12 Film wird erstaunlich viel gezeigt, ein Mehr hätte vermutlich von dem eigentlichen Inhalt abgelenkt. Ob die Darstellung der Frau Obermaier realistisch ist oder mehr dem Bild entspricht, dass die Medien für kommerziell wirksamer halten, vermag ich auch nicht zu beurteilen. Ich fand den Film jedenfalls rund und unterhaltsam.