“Der Tanz um die Lust”, Ariadne von Schirach
“Jugend und Schönheit sind das Maß aller Dinge in unserer Gesellschaft. Alles scheint käuflich, alles wird mit Sex verkauft. Wie ist erotische Begegnung noch möglich in dieser entfremdeten Welt? Wie inszenieren wir uns selbst als begehrenswert, und wie können wir selbst noch begehren?”
Ähnlich wie bei meiner letzten Buchbeschreibung weiß ich nicht mehr wie es kam, dass ich das Buch plötzlich in meinen Händen hielt. Ich habe es in einer Buchhandlung in Hamburg gekauft, in der ich war um wie nach einer bestimmten Reiselektüre zu suchen. Vielleicht war es das letzte Wort im Titel zusammen mit dem schönen dunklen Rot des Umschlags, dass die Hand in das Regal führte. Mehr als den oben zitierten Satz von der Rückseite des Buchs hatte ich nicht gelesen, das weiß ich noch. Könnte was sein, dachte ich mir wohl, steckte es jedenfalls ein und stöberte dann erst weiter durch die Buchhandlung und dann durch Hamburg.
Auch dieses Buch lag wieder einige Monate in meinen Regalen mit den rund 100 ungelesenen Büchern (wenn es weniger sind, kriege ich Panik und kaufe wieder welche). Die 380 Seiten verflogen in den wenigen Abenden wie im Nu, zum einem dank des meist flotten und lockeren Schreibstils, zum anderen aufgrund des Wechselbades an Zustimmung und Widerspruch beim Lesen. Aber wie sage ich so gerne: “meine eigene Meinung kenne ich schon, die muss ich nicht noch lesen”.