Artikel mit dem Tag ‘Menschen’

Jeans, T-Shirt und rauher Asphalt

Ich habe beim Motorradfahren keine Angst, aber Respekt: vor den eigenen Fehlern, die man immer wieder macht, vor irgendwelchen Dingen, die man zu spät sieht oder Situationen, die man falsch einschätzt. Ganz speziell vor Autofahrern, die einen nicht sehen – was auch denen passiert, die ohne gehäkelte Klopapierrolle und Hut in der Dose sitzen. Auch vor Autofahrern, denen nicht bewußt ist, dass zwischen Abbiegen und Tempo 100 bei einem Motorrad häufig keine vier Sekunden vergehen.

Über das Motorrad-Blog bin ich auf einen Artikel gestoßen, der die Erlebnisse von Brittany Morrow beschreibt – einer Frau, die in Jeans und T-Shirt als Sozia mitfuhr und nach einem Sturz schlankerhand 160 Meter über den rauhen Asphalt gerutscht ist. Schockierend die Bilder, erschreckend ihre Schilderung – bewundernswert ihr Lebensmut, der sie vorantreibt. Inzwischen fährt sie wieder selbst Motorrad, was der eine oder andere nach dem Lesen des Artikels vermutlich nicht wahr haben möchte. Verstehen kann ich es schon, den Grund liefert sie selbst:

“I wanted to feel the freedom that comes with being alone on the machine and rolling on the throttle, putting the rest of the world on hold.”

Nachdem ich den Artikel gelesen hatte, kamen mir wieder einige Bilder aus diesem Jahr in den Sinn. So z.B. der Typ, der auf dem Braunschweiger Drachenfest in Badelatschen auf seine gut 170 PS starke Fireblade stieg – parallel dazu stieg seine Freundin mit T-Shirt und ohne Handschuhe auf ihre Harley. Speziell bei Frauen hat das Weglassen der Lederkleidung in einer Hinsicht durchaus seinen Reiz. Der Anblick einer entgegenkommenden Frau, die nur eine Bluse an hat, die vom Fahrtwind eng um ihre Brüste gedrückt wird, ist durch und durch reizvoll. Zumindest solange noch keine Brust Opfer des Asphalts wurde.

Immer diese Personenschäden

frankfurt hbf Immer diese PersonenschädenSchön, dass es Züge gibt. Man reist prinzipiell entspannt, sofern man einen Sitzplatz im Großraumwagen ergattert hat. Zwischen den Ticketkontrollen und dröhnenden Durchsagen in zwei Sprachen kann man sogar ab und an etwas Schlaf nachholen, wenn die vorherige Nacht dies erfordert.

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Gedanken eines Joseph Weizenbaum

joseph weizenbaum Gedanken eines Joseph WeizenbaumEs gibt Menschen die verstehen es, in einem Satz mehr Denkstoff unterzubringen, als andere in einem ganzen Buch. In dem Heise Newsticker bin ich letztens auf einen Eintrag über einen Vortrag von Joseph Weizenbaum an der TU Darmstadt gestolpert. Die News weckte mein Interesse nach mehr Informationen zu diesem Herrn, bei dem nicht nur der Lebensweg über einen Computerentwickler, eine Professur am MIT hin zu einem Computerkritiker mit mehreren Ehrendoktorwürden interessant ist, sondern auch die die Aussagen von ihm, die zu weiterem Nachdenken gerade auffordern.

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Cora Schumacher zum Thema ‘Lesen’

Letztens griff ich an einem ruhigen Ort, auf den hier nicht weiter eingegangen werden soll, statt zum c’t magazin zur Frauenfachzeitschrift Gala. Wer nun meint, die Beiträge in dieser Zeitschrift würden nicht zum Nachdenken anregen, der irrt gewaltig. Ein Zitat von Cora Schumacher, der Frau der Formel 1 Fahrers Ralf Schumacher, beschäftigt mich immer noch:

“Büchermäßig bin ich auch nicht so lesetechnisch unterwegs”

Was will sie damit ausdrücken? Ich meine, wenn sie einfach darauf hinweisen wollte, dass sie keine Lust oder keine Zeit zum Lesen hat oder letzteres nicht kann, dann hätte sie doch auch einfach “Ich lese nicht” oder “Ich lese keine Bücher” antworten können. Welcher themenmäßige Aspekt läßt mich hirntechnisch hier auch im Stich?