Artikel mit dem Tag ‘Mephisto’

Epische Beschallung

Mir ist aufgefallen, dass ich in den Zeiten, in denen ich die Bude für mich habe und damit auch hinsichtlich der Beschallung derselbigen frei bin, in letzter Zeit meistens zu einer ganz bestimmten CD greife. Just im Augenblick drückt der gute Yamaha “Death of a Dream” durch das 5.1 Boxset. Im Wohnzimmer wäre eine Unterhaltung undenkbar, im Nebenraum, in dem ich sitze, herrscht dezentes Konzertfeeling. Falls sich jemand fragt, warum ein Heimkinoverstärker die Leistungsaufnahme eines Heizstrahlers braucht: darum. Ich mag das ab und zu und diesmal habe ich auch die Fenster geschlossen um zu verhindern, dass ein spaziergehender Volksmusikanbeter einem Infarkt erliegt.

Das Epica Konzert letztes Jahr war eines der Konzerte, bei denen man sich wünscht, dass sie nie aufhören – das Album “The Devine Conspiracy” für mich eines der Highlights von 2008.

Der Grad der Fremdbestimmtheit

Ich habe schon häufiger gesagt und geschrieben, dass für mich das Motorradfahren auch viel mit Freiheit zu tun hat. Das Wort ‘Freiheit’ habe ich vor allem auch deswegen verwendet, weil mir bislang kein besseres einfiel und letztendlich die (meine) Assoziation mit diesem Begriff schon ziemlich gut die Gefühlswelt beschreibt, die ich mit dem Motorradfahren, speziell mit der Gepäcktasche und Gepäckrolle hinter mir, verbinde.

Letztens habe ich mich mit einem Bekannten unterhalten, der sich vor einigen Jahren mit seiner Frau eine Auszeit von mehr als einem Jahr genommen hatte, um mit einem Jeep auf minimalem Seeweg bis nach Australien zu fahren. Ins alte Leben haben beide zurück gefunden, auch wenn sich ihre Lebenseinstellungen nach seinen Aussagen sehr stark geändert haben und beide keinen Tag, keine Stunde dieser Reise vermissen möchten. Er erzählte von seinen Erinnerungen und ich warf das Wort ‘Freiheit’ ein.

Er überlegte kurz und meinte dann zu mir, dass ich vermutlich den ‘Grad der Fremdbestimmtheit’ meine. Ja, genau den meinte ich. Auch früher schon.

Aus|schlafen

Vermutlich fange ich mir von meinen Leserinnen für die nachfolgende Bemerkung seichten Widerspruch ein, während die Leser wahrscheinlich ohne Einschränkungen zustimmen werden: wenn Frauen Langeweile und in diesem Zustand auch noch Ideen haben, kommt nichts Gutes bei raus. Insbesondere Männer, die sich durch ihr pragmatisches Vorgehen und ihre ständige Bereitschaft den Fortbestand ihrer Art zu sichern hervor tun, müssen in solchen Fällen leiden. In diesem konkreten Fall ich – beworfen von einem Stöckchen von Frau Bilse. Ausschlafen – ein Wort, elf Buchstaben:

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Harlem Feelings, again

feuertonne Harlem Feelings, againDass mir das stimmungsvolle Feuer aus einer alten Öltonne gefällt, hatte ich schon geschrieben. Dass ich mir eine Tonne “bestellt” hatte, auch. Irgendwann war sie da und letztens gab es einen Anlaß für die Einweihung: eine kleine Party stand an. Der Deckel der Tonne war mit dem Trennschleifer in null-komma-nichts entfernt, ein 10er Bohrer im Akkuschrauber sorgte am unteren Rand für ein paar Belüftungslöcher.

Als Schutz für den Rasen hatte ich die Tonne auf eine Steinplatte gestellt. Etwas Papier rein, etwas Holz drauf, ein schnappendes Feuerzeug und ruckzuck nahm die Ex-Öltonne ihre neue Tätigkeit auf. In dem Maß, in dem die Nacht zunehmend kühler wurde, nahm die Strahlungswärme zu. Dank der regelmäßigen Nachfuhr von Brennmaterial durch die Gäste – nicht in Form von Gästen – begann die Tonne um Mitternacht herum im unteren Bereich zu glühen, ein durchaus ansprechender optischer Ergänzungseffekt.

Am nächsten Nachmittag habe ich die Tonne wieder in die Garage gestellt und die Steinplatte vom Rasen entfernt. Verbrannt war der Rasen trotzdem, wachsen tut da erst im Frühjahr wieder was. Der Unterbau ist daher noch optimierungsfähig. Beim nächsten Mal lege ich ein paar Klinker unter die Platte, vielleicht reicht das ja.

Last but not least

Letzte Zigarette?

Die letzte ganze Zigarette hatte ich auf einer Betriebsfeier im Herbst letzten Jahres. Den letzten Zug – ich schnorre nur gelegentlich einen Zug bei Freunden – vor einigen Wochen am Braunschweiger Biker Stammtisch. Genaugenommen rauche ich nicht und habe abgesehen von fünf Wochen spätpubertärer Verwirrung auch nie geraucht.

Letzte Autofahrt?

Samstag abend nach Braunschweig zu einer Doppel-40-Geburtstagsparty, am Sonntag morgen dann zurück.

Sofern sich die Frage auf die letzte Fahrt mit einem Kraftfahrzeug bezieht: Sonntag, tagsüber.

Letzter Kuss?

Vor wenigen Minuten.

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