Artikel mit dem Tag ‘Motorrad’

Frühlingsgefühle

Ich sitze auf ihr, leicht nach vorne gebeugt. Meine Hände gleiten zärtlich an ihren Seiten entlang. Ich lächele. Ich muss sie haben, jetzt – kann mich an das letzte Mal kaum noch erinnern. Eine Hand greift gefühlvoll zu dem harten Schaft, umfasst ihn mit festen Griff und dreht ihn sanft um seine Achse, während ein Daumen auf einen harten Nippel drückt… ein kurzes kehliges Stöhnen ertönt, dann röhrt der Vierzylinder aus seinem 4 in 1 Auspuff. Zunächst noch etwas ungleichmäßig, doch mit unüberhörbarer Gier nach den grauen Bahnen, die sich schwungvoll durch die Landschaft ziehen.

Back on the road!

Einschlagen mit 50 km/h oder Stehen mit ABS

tt2009 bm 01 Einschlagen mit 50 km/h oder Stehen mit ABSIch gebe zu: meine GSX750F hat kein ABS. Nicht, dass ich kein ABS wollte – aber als ich 2006 nach einer Maschine suchte, die erstens kompatibel zu meinem Budget war und mir zweites gefiel, war unter den möglichen Optionen keine mit ABS dabei. Wenn die Zeit kommt die GSX750F in den Ruhestand zu schicken, wird ein ABS zwingend auf der Liste der Grundvoraussetzungen stehen. Ungefähr gleichwertig mit den Attributen zwei Räder, Motor und Lenker.

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Gesucht, gefunden: ADAC Top-Training

tt2009 01 ptx Gesucht, gefunden: ADAC Top TrainingMontag morgen, 07:30 Uhr, der Wecker klingelt mitten in der Nacht. Dieses Mal störte er mich nicht, ich war bereits wach. Es ist schon verblüffend, wie schnell ich morgens wach werde, wenn der Tag dem Mopped gehört. An diesem Montag stand nun endlich das ADAC Motorrad Top-Training auf dem Programm: ein zwei-tägiges Sicherheitstraining beim Fahrsicherheitszentrum Berlin/Linthe, dass ich bereits 2008 machen wollte. 2008 hatten sich leider nicht genügend Teilnehmer angemeldet, 2009 fand es glücklicherweise statt.

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71° 10′ 21″

n2009 globus 71° 10 21“If you don’t follow your dreams, you might as well be a vegetable”, sagte Burt Munro einmal, und fuhr einfach los.

Einer meiner Träume war es, mit dem Motorrad irgendwann einmal zum Nordkap zu fahren. Alleine. Rechts der Gasgriff, hinter mir ein Zelt, über mir der Himmel. Wer etwas irgendwann macht, macht es womöglich nie, schrieb ich selbst einmal, und fuhr Mitte Juni los.

23 Tage, gut 8.200 Kilometer, ungezählte Begegnungen und ein Tagebuch voll mit Erinnerungen – geschrieben in der Furcht, der Kopf könnte ohne etwas Hilfe platzen. Jetzt bin ich wieder hier und doch noch dort – nicht selten war es andersrum.

Ob und in welcher Form ich berichte, weiß ich noch nicht. Nachts, wenn die Busse und Wohnmobile wieder weg sind, dort oben alleine am Geländer hinter dem Globus zu stehen, am nördlichen Ende der europäischen Kontinentalplatte, den kalten Wind im Gesicht zu spüren und über die endlose Weite des arktischen Meers zu schauen – wie soll ich das in Worte fassen?

Schikanöses in Linthe

ZD YouTube FLV Player

Hier noch ein kleines Video von dem Perfektionstraining in Linthe. Die Enduro hatte hier schon etwas Rückstand, so dass nur noch drei der vier kreisedrehenden Moppeds zu sehen sind.

Vorweg unser Trainer J. mit S. als Sozia, gefolgt von dem ZZR-Piloten und mir. Ich könnte daher behaupten, ich hätte die beiden vor mir gejagt, tue ich aber nicht. Die Version, in der uns J. etwas gezogen hat, dürfte ehrlicher sein. Im normalen Straßenverkehr nehme ich jedenfalls ein paar Grad Schräglage raus.

Der gefahrene Abschnitt ist die zweite Schikane des Rundkurses. Sie wird vom Hügel abwärts in einer langgezogenen Kurve angefahren, am Ende der Schikane schließt eine Linkskurve an, aus der sich schön auf die nachfolgende Gerade beschleunigen lässt.

Wie schreibt einer vom Stammtisch in seiner Signatur so schön: Wenn man rechts dreht, wird die Landschaft schneller…