Artikel mit dem Tag ‘Presse’

Seitensprung-Schnellkurs in Tel Aviv

infidelity Seitensprung Schnellkurs in Tel AvivAlso ich muß sagen, das Zeitungslesen lohnt sich heute so richtig – selten so herzhaft gelacht. Aus dem Kaffee ist inzwischen ein roter Traubensaft geworden, sozusagen mein persönliches Wein-Substitut, statt Gotzing geht es diesmal um Tel Aviv. Sofern dort nicht gerade wieder ein paar Autos platzen ist diese Stadt offensichtlich eine Traumstadt – zumindest für Männer, die gerne fremdgehen möchten, dies aber nicht hinkriegen. Was macht man, wenn man will aber nicht kann? Man geht zu einer Schulung, genau!

In Tel Aviv wird laut der israelischen Zeitung ‘Maariv’ jetzt ein Schnellkurs für Männer angeboten, um alle Raffinessen des Seitensprungs zu erlernen. Ob diese Schulung nur theoretisch statt findet oder ob auch gleich die Umsetzung praktisch erprobt wird, ist dem Artikel leider nicht zu entnehmen. Die psychischen Aspekte finden jedenfalls Beachtung. Man lernt, wie man Schuldgefühle vermeiden kann und vor allem wie man verhindert, dass man erwischt wird. Ein guter Anfang wäre z.B. eine Barzahlung für den Schnellkurs, falls die Holde im Heim die Kontoauszüge sichtet. Dieser Tip(p) ist übrigens ein Mehrwert dieses Blog-Eintrags gegenüber dem Zeitungsartikel.

Aber jetzt mal ehrlich Jungs, israelische Männers: ist das wirklich sinnvoll? Wenn euch die angeheirateten Löcher nicht mehr reichen, sollten sich doch kostengünstigere Optionen finden lassen. Fragt doch mal eure Frauen, ob denen vielleicht das lustlose Rumgestochere auch nicht mehr reicht, vielleicht kann man sich ja entsprechend arrangieren. Von der ersparten Kursgebühr lassen sich sicherlich ein paar Swingerclub-Aufenthalte bezahlen, zumal die Paarpreise ja deutlich niedriger sind als die Männer-Solos. Man kann auch wieder ruhig schlafen und braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, ob der letzte Seitensprung geheim bleibt. Gut, dafür gibt es ein neues Risiko: vielleicht sitzt ihr dann ja alleine an der Swingertheke während die Frau ihren Spass hat. In solchen Fällen kann man dann die Kursgebühr gepflegt versaufen, das ist doch auch was…

Die Macht der Klowände

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Es ist noch gar nicht so lange her, da verhalf Jean-Remy von Matt, einer der Initiatoren der Du bist Deutschland Kampagne, der Blog-Szene zu ungewollter Aufmerksamkeit in den Medien. In einer Email, die Jens Scholz veröffentlichte, bezeichnete er die Weblogs als “Klowände des Internets” und fragte, was eigentlich jeden Computerbesitzer dazu berechtigt, seine Meinung abzusondern. Der Sturm der Verärgerung aus der Blogszene sorgte dafür, dass sich Jean-Remy von Matt für seine Äusserungen selbstkritisch entschuldigte und zeigte gleichzeitig, welche Macht die Blogszene inzwischen hat.

Nun mag die Art der Äusserungen nicht sehr geschickt gewesen sein. Ungeachtet seiner Verärgerung über die weitgehend negative und satirschen Kommentare über die “Du bist Deutschland” Kampagne, die es ja auch hier gab, stellte ich mir die Frage, in welcher Form die Blogs Teil der heutigen Informationsbeschaffung sind. Wenn ich mir die Blog-Szene anschaue, dann setzt sie sich aus einer Vielzahl von Individuen zusammen, die sich nur in kleinen Kreisen überhaupt kennen und persönlich fast nie. In einem gewissen Sinne ist die Blogszene so etwas wie eine kleine Anarchie im Informationszeitalter.

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