Artikel mit dem Tag ‘Security’

Wenn Schwester Sorglos auf Bruder Sammelwut trifft

data protection Wenn Schwester Sorglos auf Bruder Sammelwut trifftDass die Briten eine besondere Affinität haben, ihre eigenen Bürger elektronisch zu überwachen, ist nicht wirklich neu. In London wohnen womöglich nur deshalb soviele Schauspieler, weil sie auch dann vor Kameras agieren, wenn sie gerade keine Rolle für einen Film besetzen. Offensichtlich versuchen sich die Engländer in diesem Punkt mit den US-Amerikanern zu messen, dessen Regelungen sich dem Kriegszustand anpassen, in dem sich die USA seit Jahren befinden. Auf der Insel, auf der die mit Empathie gesegneten Mitglieder der Königsfamilie an französischen Tunnelpfosten zerschellen, reißen die peinlichen Vorfälle jedenfalls nicht ab. Ein kurzer Rückblick:

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Das Netz hat ein Gedächnis

lk adressen Das Netz hat ein GedächnisEs erstaunt mich immer wieder, wieviel Naivität einige Softwareentwickler und Administratoren bei dem Umgang mit Kundendaten an den Tag legen. Ein weiteres abschreckendes Beispiel lieferte jüngst Beate Uhse’s Lustkatalog. Daniel Große stieß bei der Suche im Internet auf Listen mit Tausenden von Emailadressen, die ungeschützt auf dem Webserver lagen. Neben der Emailadresse befindet sich auch gleich noch ein Zeitstempel, über den sich speziell diejenigen freuen, die Emailadressen für den Spamversand sammeln.

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Sinn und Unsinn der Abwesenheits-Assistenten

out of office Sinn und Unsinn der Abwesenheits AssistentenEs gibt verschiedene Arten von Abwesenheits-Assistenten. Ich meine hier nicht den netten Nachbarn, der während der vier Wochen, in denen man auf einer Harley auf der Route 66 durch die Staaten tingelt, die Wohnung hütet. Ich meine den, der während der Abwesenheitszeit die Absender der eintreffenden Emails informiert. Speziell Emailsysteme in Firmen bieten diesen Service an und viele Vertriebsmitarbeiter sehen dies bereits als einen Basisdienst am Kunden. Für interne Zwecke ist dieser Service sicher unbedenklich und hilfreich. Ist es aber wirklich sinnvoll, ihn auch für externe Absender zu nutzen? Ein Kollege von mir hat sich dazu ein paar interessante Gedanken gemacht – ich habe mit seiner Erlaubnis daraus ein Posting gegossen und dabei meine eigenen Gedanken hinzugefügt.

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Schatz, ich sehe dich …

control eye Schatz, ich sehe dich ...

Die immer weiter zunehmende Speicherung von personenbezogenen Daten bei gleichzeitiger Verfügbarkeit von Auswertungsservices war letztens schon ein Thema hier. Eine ganz neue Option habe ich am Wochenende gefunden. Wer schon immer wissen wollte, wo sich der potentielle, aktuelle oder Ex-Partner gerade herumtreibt aufhält, dem soll geholfen werden.

Dazu schnappt man sich einfach in einem günstigen Moment das Handy des Partners der Zielperson, registriert es bei World Tracker und bestätigt die kurz nach der Registrierung eintreffende SMS, dass das Handy jetzt überwacht wird. Sicherheitshalber sollte man die SMS dann aus dem Eingang löschen, man will ja keine Spuren hinterlassen. Eine praktische Erprobung beschreibt ein Telepolis Artikel. Die Position wird derzeit bis auf die Größe eines Fußballfeldes aufgelöst, die grafische Darstellung erfolgt über Google Earth.

world tracker Schatz, ich sehe dich ...

Die positiven Aspekte liegen für den Überwachenden klar auf der Hand: man weiß, wo sich die Zielperson aufhält; vielleicht weiß auch die Zielperson, dass andere dies wissen – vielleicht auch nicht. Wer sicher am Zielort angekommen ist, kann sich das Telefonat nach Hause sparen – dort weiss man ja bereits, dass man sich noch selbst oder sich zumindest das Handy bewegt. Das spart Kosten, insbesondere im internationalen Umfeld. Zwar schrieb Milan Kundera in seinem Buch Die Identität noch “Keine Liebe überlebt die Sprachlosigkeit“, aber das war 1997 – da war das Internet noch nicht ganz so bekannt.

Paradiesische Zustände für Kontrollfreaks, die dringend einer Therapie bedürfen – die Hölle für Menschen, denen eine Privatsphäre noch etwas bedeutet. Mal schauen, wann die erste gepatchte Firmware kommt, die die (geplanten) Benachrichtigungen des Serviceproviders unterdrückt…

Sony’s Rootkit und das Vertrauen in die Virenscanner

virus Sonys Rootkit und das Vertrauen in die VirenscannerInzwischen hat auch Sony gemerkt, dass sie mit dem Kopierschutz XCP der Firma First 4 Internet zu weit gegangen sind. Seit dem 18. November gibt es einen Letter To Our Valued Customer, in dem Sony bekannt gibt, den Kopierschutz nicht mehr zu nutzen, im Umlauf befindliche CDs zurückzuholen und Endkunden einen Umtauschservice anbietet. Weiterhin kündigen sie an, eine sichere Deinstallationsoption anzubieten. Na bitte, also scheint es bei Sony doch noch vereinzelt Personen zu geben, denen noch bewußt ist, dass ihr Umsatz nicht ganz unabhängig von der Einstellung der Kunden ist.

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