Züricher Viehtransporte
Wieder mal Zürich, diesmal aber eine andere Fluglinie und damit auch ein anderes Terminal am Flughafen. Terminal C in Hannover, Terminal E in Zürich. Das Terminal E in Zürich ist etwas abgesetzt und auch nicht über einen ewig langen Gang an das Hauptgebäude angeschlossen, wie es sonst in solchen Fällen üblich ist. Dafür gibt es eine im Kreis fahrende U-Bahn namens Skymetro, die die Passagiere zu dem Hauptkomplex transportiert.
Die Fahrt geht recht schnell, viel mehr als eine Minute dauert der Spaß nicht. Nichtsdestotrotz hat man an eine akustische Untermalung der Fahrt gedacht, vielleicht um das Geschnatter einiger Passagierer, die ihren Kollegen von ihren Heldentaten berichten, etwas übertünchen zu können. Nun erwarte ich in solchen Momenten nicht unbedingt mit Nightwish oder Carolyne Mas erfreut zu werden, mit Beruhigungsklängen für geistig Behinderte rechne ich aber auch nicht.
Zunächst dröhnten aus einem Alphorn mehrere, jeweils langgezogene Töne, die in den Pausen durch bimmelnde Kuhglocken ergänzt wurden. Wenige Sekunden nachdem mein mitreisender Kollege laut die Frage stellte, für wie blöd der Flughafen seine Fluggäste hält, kam ein tiefes, grollendes Muhen einer Kuh aus den Lautsprechern, dass die Vermutung nahelegte, jemand hätte ihr gerade in den Euter getreten. Ich kam mir vor wie auf einem Viehtransport.
Im Züricher Flughafen steht in dem Bereich zwischen Ausweis- und Gepäckkontrolle ein Klavier neben einer Bar. Ab und an hörte ich bereits auf dem Weg zu meinem Gate die typische Hintergrundmusik einer Pianobar. Leider reicht meine Zeit nur selten, um kurz anzuhalten, der Musik zu lauschen und dem Pianisten zuzuschauen.
Die Unsitte der Fluggesellschaften, Flüge zu