Blues Party im Braunschweiger Bike Center
Am Freitag abend – gefühlsmäßig heute, tatsächlich gestern – fand die bereits angekündigte HomeRun-Party mit BLUESPOWER im Braunschweiger Bike Center statt. Einige hundert Leute erlebten BLUESPOWER diesmal mit Big Daddy Wilson als Verstärkung. Mein Scholli, hat der Typ eine Stimme. Als er am Ende des zweiten Sets das Stück Sitting On The Dock Of The Bay sang, lief es mir kalt den Rücken runter. Das war besser als das Original… WOW! Aber auch ohne Big Daddy, der zweimal eine gute halbe Stunde sang sowie eine Zugabe gab, war die Performance von BLUESPOWER – wie üblich – erste Sahne. Wer auf Blues steht, in der Nähe von Braunschweig wohnt und die BLUESPOWER Konzerte nicht kennt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
Die Akustik in der Halle fand ich überraschend gut, die Soundabmischung war nahezu perfekt. Ich war zum ersten Mal im Bike Center, aber sicher nicht zum letzten Mal. Die HomeRun-Party im Bike Center findet übrigens immer am letzten Freitag in einem Februar statt – der Termin für das nächste Jahr ist damit auch schon klar. Wer das Freitag-Konzert verpaßt hat, hat noch am Samstag die Chance, BLUESPOWER live zu erleben: in Claustahl-Zellerfeld spielen sie in oder neben irgendeiner Kirche. Nähere Infos gibt es auf der BLUESPOWER Homepage.

Die Atmosphäre im Bike Center gefiel mir auch sehr gut. Wenig überraschend waren viele Biker da, alles lief sehr locker ab und teilweise schon fast familiär. Ein kleines Beispiel: zum Blues zu tanzen ist ja ein klein wenig wie Sex. An der Getränketheke hatte ich dann plötzlich das spontane Bedürfnis, meine weibliche Begleitung in den Hintern zu kneifen. Sie fragte mich daraufhin, ob ich das während des Konzerts auch schon getan hatte. Hatte ich nicht, das war offensichtlich jemand anders gewesen. Ich meinte zu ihr, sie solle das einfach als Kompliment verbuchen. Wie gesagt, eine nette Atmosphäre. Noch besser wäre es höchstens gewesen, wenn mich eine Frau in den Hintern gekniffen hätte. Aber so weit es mit der Gleichberechtigung dann doch noch nicht, was für eine verlogene Gesellschaft.
Ansonsten: für jemanden wie mich, der einen uneingeschränkten Führerschein Eins besitzt, hat die Atmosphäre im Bike Center allerdings auch einen etwas gefährlichen Aspekt. Der Blick auf die diversen Spasshobel liessen wieder das Bedürfnis aufkommen, vielleicht doch mal wieder zur Abwechselung ein Bike zu reiten. Vermutlich muss ich mich jetzt wieder an meine letzte Fahrt auf einer 900er Yamaha zu Nürnberger Zeiten erinnern, damit der lebensbejahende Verstand die Kombination aus Lust am Motorradfahren und meinem eher sportlichen Fahrstil unterdrückt.


Link zum Kommentar
denn haste mich ja auch hier schon gesehen.