Wenn Windows 7 die Samba Shares nicht mag

Windows 7Auf meinem privaten PC läuft zwar seit ein paar Jahren nur noch Linux, auf dem dienstlichen Notebook arbeite ich dagegen hauptsächlich mit Windows XP. Besondere Umstände erforderten nun eine parallele Windows 7 Installation auf dem Notebook. Nach der Installation am Wochenende wollte ich noch ein paar MP3 Songs für die abendliche Entspannung auf Dienstreisen auf die Platte kopieren, leider weigerte sich Windows 7 zunächst erfolgreich, einen Share von meinem Home-Server zu akzeptieren.

Windows 7Die Shares auf meinem privaten Samba-Server sind nur nach erfolgreicher Authentifizierung zugänglich, genau an dieser Stelle scheiterte die Kommunikation mit Windows 7. Die Sicherheitseinstellungen im Microsoft-Netzwerk verbieten Mechanismen, auf die zumindest mein alter Samba-Server in der aktuellen Konfiguration noch angewiesen ist. Der hier beschriebene Lösungsweg funktioniert mit Windows 7 Professional. Ob in der Home-Version von Windows 7 der Security Policy Editor vorhanden ist, weiß ich nicht – in Vista Home gab es ihn meines Wissens nicht.

Windows 7Der Weg führt über den Security Policy Editor. Entweder ruft man ihn über die Texteingabe ‘secpol.msc /s’ im Start-Menü auf, oder man klickt sich mit der Maus in der Systemsteuerung über ‘Verwaltung’ und ‘Lokale Sicherheitsrichtlinie’ durch (dazu muss in der Systemsteuerung die kategorien-bezogene Anzeige abgeschaltet werden). Die für den Zugriff auf die alten Samba-Shares nötigen Einstellungen befinden sich unter ‘Lokale Richtlinien’ und dann ‘Sicherheitsoptionen’.

Windows 7Zwei Ö?nderungen sind nötig, um den Zugriff wieder zu ermöglichen. Zum einem muss in der Richtlinie ‘Netzwerksicherheit: LAN-Manager-Authentifizierungsebene’ die Einstellung ‘LM- und NTLM-Antworten senden’ gewählt werden, zum anderen ist in der Richtlinie ‘Netzwerksicherheit: Minimale Sitzungssicherheit für NTLM-SSP basierte Server (einschließlich sicherer RPC-Server)’ die Einstellung ‘128-Bit-Verschlüsselung erfordern’ zu deaktivieren.

Ich vermute, dass es mit neueren Samba-Versionen einen Weg gibt, Samba Shares Windows 7 Clients zugänglich zu machen, ohne an den Clients die Sicherheitseinstellungen zu reduzieren. Prinzipiell erscheinen mir die Standard-Einstellungen von Windows 7 nicht dumm. Nach der Korrektur sendet Windows 7 an Rechner, auf deren Shares zugegriffen wird, automatisch Authentifizierungsinformationen. Da ich mit dem Gedanken spiele, mir den Winter unter Umständen damit zu versüßen, meinen Home-Server auf ein Atom-basiertes Mini-ITX Board und dann auch endlich auf passive Kühlung umzustellen, werde in dem Zug auch eine aktuelle Samba-Version installieren und mir dann die Geschichte noch einmal anschauen.

3 Kommentare zum Artikel “Wenn Windows 7 die Samba Shares nicht mag”

  1. Danke für den Tipp. Das hat auch mein Problem gelöst. Da soll einer drauf kommen…

  2. Super Tipp – danke!!!!

    • Ich musste übrigends noch folgende EInstellung vornehmen:

      “Microsoft network client: Send unencrypted password to third-party SMB servers” set to “Enabled”

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