Plain Text Emails in Gmail

Kommunikation ist vielleicht nicht alles, aber viel – ein Leben ohne wäre vermutlich sehr leer. Die unidirektionale Gesprächsführung, bei der einer spricht oder der andere hofft, dass es aufhört, ist manchmal auch hilfreich. In Fällen, in denen der Sprecher kein Wert auf Feedback legt, sogar problemlos. Dies ist z.B. bei meinem Home Server der Fall, der mir einmal nachts eine Email schickt, aus denen ich erkennen kann, wie es ihm geht und ob die Backupplatte noch lebt.

Soweit, so gut. Diese Emails sind im reinen Textformat, den Aufwand für HTML Formatierungen habe ich mir im bash-Script gespart. Was mich dabei aber schon lange gestört hat war, dass die Emails im Gmail Webinterface mit einer proportionalen Schriftart angezeigt wurden. Einrückungen und Tabellen, die im Textformat mit Leerzeichen “formatiert” werden, sehen damit aus wie Kraut und Rüben.

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Shopping im Berufsverkehr

Rio-StreetShoppingRio, im Taxi auf dem Weg ins Hotel. Vier Spuren gen Süden, vier in nördlicher Richtung, keine leer. Schwüle 29 Grad draussen, gefühlte 18 Grad im Wagen. Ich mag keine Klimaanlagen, hier vielleicht doch. Aus den Lautsprechern schallt Musik aus den 80er Jahren, mit 96 kbps kodierte MP3s.

Autos, die plötzlich die Fahrspur wechseln und dem mit einer Wagenlänge Abstand folgenden Taxi, deren Fahrerin nebenbei munter das Handy bedient, im letzten Augenblick den Blick auf die stehende Schlange frei geben. Moppeds mit Funzellicht hinten und mit ohne Licht vorne, die sich hupend und mit einer Mischung aus Geschick und Furchtlosigkeit durch den Verkehr schwingen. Alle paar Minuten quetscht sich ein laut tönender Notarztwagen durch.

Aber das ist alles nichts im Vergleich zu den mit Taschen behangenen Typen in T-Shirts, die zwischen den Spuren stehen, um kurzzeitige Stillstände im Verkehr zum Verkauf ihrer Waren zu nutzen.

Home Server 2010 – Hardware

Dual-Core Atom Mainboard für den Home ServerIm Januar 2005 berichtete ich über mein Home Server Projekt, dem Bau eines kleinen Servers für häusliche Anforderungen auf Basis eines Mini-ITX Mainboards und Linux. Unter den allgemeinen Zielen schrieb ich damals, dass der Server für eine Laufzeit von 5 Jahren auszulegen ist. Das Ziel wurde mit einer Punktlandung erreicht, im Januar 2010 war es soweit: ein Upgrade war fällig. Zwar tat der Server weiterhin prinzipiell brav seinen Dienst, es gab aber ein paar Punkte, die störend waren:

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Die Frage nach dem Kennwort

Frag einen 12 jährigen, schizophrenen Sonderschüler, der seit mehr als drei Monaten im Internet surft, was ein seriöser Hotline-Mitarbeiter nie tun wird und egal welche Identität gerade präsent ist, wird er in der Regel sagen “der fragt nie nach deinem Kennwort”. Entweder braucht er dein Kennwort nicht, weil er administrativen Zugang hat, oder er kann dir sowieso nicht helfen. Dachte ich zumindest bislang.

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Rolltec goes Oventrop

Wenn ich mir anschaue, wieviel Besucher über die Suche auf meinen ersten Rolltec-Artikel stossen, scheint es so einige zu geben, die eine Fußbodenheizung von diesem Hersteller haben und nach dem Verschwinden des Herstellers Ersatzteile suchen. Soviel zur Motivation für diesen Beitrag.

Vor einiger Zeit hatte sich wieder einmal ein Stellmotor am Fußbodenheizungsverteiler in die ewigen Jagdgründe verabschiedet. Der Ausfall fiel auf, weil es in der Wohnung kälter wurde. Kälter wurde es, weil die Heizung ausgefallen war. Um es etwas genauer zu formulieren: die Sicherung war draussen. Eine Sicherung macht dies nicht ohne Grund: der Stellmotor hatte einen Kurzschluss verursacht. So hatte jede Wirkung ihre Ursache.

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